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In jeder Ausgabe erzählen Abonnent*innen hier, was Du für mehr Inklusion und Barriere-Freiheit tun kannst.
Probier das
Das ist Veronika. Veronika ist 54 Jahre alt. Sie arbeitet mit Kindern mit Behinderungen. Sie macht mit ihnen Bewegungs-Therapie. Veronika lebt in Wien in Österreich. Sie ist Abonnent*in von andererseits.
1. Selbst-Bewusstsein
Ich finde: Kinder sollten lernen, ihre Bedürfnisse zu zeigen. Egal ob mit oder ohne Behinderungen. Ich unterstütze in meiner Arbeit die Kinder dabei, Selbst-Vertrauen zu entwickeln. Ich helfe ihnen, mutig zu sein und kleine Erfolge zu feiern. Sie sollen sagen können: „Das brauche ich“ oder „Das will ich“ oder „Das will ich nicht“. Dazu müssen natürlich auch die Menschen im Umfeld der Kinder aufmerksam sein. Aber jede*r Einzelne sollte einen starken Selbst-Wert entwickeln dürfen. Das ist vor allem für Kinder wichtig, die viele Barrieren erleben.
2. Informationen weitergeben
Ich bekomme immer wieder mit, wie sehr Eltern und Kinder leiden, weil es zu wenig Hilfe und zu wenig Geld gibt. Es ist schwierig, die richtigen Informationen zu finden. Die Familien laufen oft von einer Informations-Stelle zur nächsten. Dabei haben die Kinder genauso ein Recht auf Betreuung, wie es nicht-behinderte Kinder haben.
Was in den Institutionen passiert, kann ich nicht beeinflussen. Aber wenn ich in meiner Arbeit betroffene Eltern miteinander vernetzen oder Informationen weitergeben kann, dann ist das Hilfe im Kleinen.
3. Lösungen finden
Manchmal ist es gar nicht so einfach, Inklusion und Barriere-Freiheit mit anderen wichtigen Maßnahmen zu verbinden. Zum Beispiel mit Brandschutz-Regeln. Es gibt viele Einrichtungen, bei denen bestimmte Türen immer offen bleiben müssen. Das ist wichtig, damit man raus kann, wenn es brennt. Für Kinder mit Autismus kann das aber schwierig sein. Sie rennen oft einfach nach draußen, wenn die Türen offen sind. Eine Kollegin hat dann einfach Sofas vor die Türen gestellt. Es ist gegen die Brandschutz-Regeln – schnelle Flucht ist dadurch nicht möglich und daher eigentlich nicht erlaubt – also nicht ideal, aber im Moment trotzdem die beste Lösung. Manchmal muss man eben kreativ werden!
Lies das
Das Team von andererseits ist gerade in der Winter-Pause, deshalb empfehlen wir Dir heute einen unserer meist-gelesenen Texte: „Muss eine Universität das nicht aushalten?“. Darin geht es um Bahar Sayed. Sie ist Autistin. Sie streitet seit Jahren um Barriere-Freiheit an der Film-Akademie in Wien. Der Konflikt eskaliert, als die Universität ihre Entscheidungs-Fähigkeit von einem Gericht prüfen lässt.
Sag das
„Menschen mit Lern-Schwierigkeiten“ sind Menschen, die früher „Menschen mit geistiger Behinderung“ genannt wurden. Viele von ihnen finden: Ihr Geist ist nicht behindert. Sie brauchen nur andere Dinge und oft mehr Zeit zum Lernen. Manche nennen sich auch: „Menschen mit intellektueller Behinderung“.
Jede Woche eine Geschichte, ein Fakt über Behinderung und ein Einblick in unsere Arbeit.
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