Ich kann nicht schweigen

  1. Aus dem Bauch heraus:  Ich kann nicht schweigen
  2. Aus der Welt: Schlecht versorgt

Heute mit

Diese Woche schreibt Dir Arad Aramimoghaddam, Fotograf bei andererseits. Arad wünscht sich ein selbstbestimmtes Leben für alle.

1. Aus dem Bauch heraus

Ich kann nicht schweigen

ARAD MACHT SICH SORGEN UM SEINE FAMILIE IM IRAN

Gestern hat meine Mutter am Telefon geweint. Wir hatten nur zwei Minuten, um zu sprechen. Und wir hatten Angst. 

Meine Eltern leben im Iran. Dort passieren gerade schlimme Dinge. Seit Ende Dezember gibt es große Proteste im Iran. Die Menschen protestieren gegen die Lebens-Bedingungen und gegen das Regime. 

Mehr als 2000 Menschen wurden laut Medien-Berichten bei den Protesten getötet. Manche Menschen-Rechts-Organisationen sagen: Es sind wahrscheinlich viel mehr.

Die Regierung hat das Internet im ganzen Land fast vollständig ausgeschaltet. Deswegen gibt es weniger zugängliche Informationen. Es ist schwierig, sich über die aktuelle Lage zu informieren.

Auch in Wien gab es eine Demo und ich war dabei. Dort spürte ich Hoffnung, aber auch Traurigkeit über das Leid im Iran. Als Mensch mit Behinderungen weiß ich, wie verletzlich Menschen in einem System ohne Freiheit und Rechte sind. Ich kann nicht schweigen, wenn Menschen unterdrückt werden.

Was hilft Dir in schweren Zeiten? Schreib es uns an [email protected]

2. Aus der welt

Schlecht versorgt

ZU WENIG UNTERSTÜTZUNG FÜR PSYCHISCH KRANKE JUGENDLICHE

Diese Woche geht es um das Land Österreich.

In Österreich gibt es zu wenige Behandlungs-Möglichkeiten für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche. Vor allem für Versorgung, die von der Kranken-Kasse bezahlt wird. 

Jeder zehnte Jugendliche in Österreich zeigt Anzeichen von psychischen Belastungen. Oft müssen Personen bis zu 3 Monate auf einen Termin warten – das sagt der Rechnungs-Hof. In Krankenhäusern gibt es zu wenige Plätze für Personen, die dringend Hilfe brauchen.

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