Frage an Friedrich Merz

  1. Aus dem Bauch heraus: Frage an Friedrich Merz
  2. Aus der Welt: Gedenken an getötete Menschen mit Behinderungen

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Sandra Schmidhofer ist Redakteurin bei andererseits.  Manchmal trinkt sie zu viel Kaffee.

1. Aus dem Bauch heraus

Frage an Friedrich Merz

SANDRA FRAGT SICH: WER DARF ENTSCHEIDEN, WIE VIEL WIR ARBEITEN?

Der deutsche Bundes-Kanzler Friedrich Merz hat es schon wieder getan: Er hat etwas laut gesagt, das ich lieber nicht hören wollte. Merz findet: Die Menschen in Deutschland arbeiten zu wenig. In seiner Partei CDU wünscht man sich, dass Teilzeit-Arbeit nur noch in Ausnahme-Fällen erlaubt ist. Deswegen soll überprüft werden, ob das Recht auf Teilzeit eingeschränkt werden kann.

Ich habe Vollzeit-Arbeit mal ausprobiert. Das Ergebnis: Mir ging es psychisch schlecht. Mir ging es körperlich schlecht. 40-Stunden-Wochen sind für viele Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten einfach zu viel. Manche haben offizielle Diagnosen oder Gutachten, mit denen sie das leicht beweisen können. Aber manche Menschen mit Behinderungen oder Erkrankungen haben solche Beweise nicht.

Mich als Mutter machen die Aussagen von Friedrich Merz extra wütend. Ich arbeite in Teilzeit und schaffe es trotzdem nicht, alles unter einen Hut zu bekommen. Von wegen „Lifestyle“.

Aber ganz egal, warum sich jemand für Teilzeit entscheidet: Warum zur Hölle soll ein Staat entscheiden dürfen, wie viel Zeit ich in Arbeit stecken muss? 

Welche Frage würdest du Friedrich Merz gerne stellen? Schreib sie uns an [email protected]

 

2. Aus der welt

Gedenken an getötete Menschen mit Behinderungen

ÜBER DIE „AKTION T4“ IM NATIONAL-SOZIALISMUS

Diese Woche geht es um Deutschland und Österreich.

Am Dienstag, den 27. Januar, war der Tag des Gedenkens an die Opfer des National-Sozialismus. Mehrere Millionen Menschen wurden im National-Sozialismus getötet. Das war von 1939 bis 1945.

Auch ungefähr 200 Tausend Menschen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten wurden damals ermordet. Viele von ihnen im Schloss Hartheim in Ober-Österreich. Geplant wurde ein großer Teil dieser Massen-Tötungen als „Aktion T4“ in der Tiergartenstraße 4 in Berlin.

Dort gab es am Dienstag eine Gedenk-Veranstaltung mit Menschen mit Behinderungen.

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