Heute mit
Diese Woche schreibt Dir Bianca Riedmann, Autorin bei andererseits. Sie lebt in Vorarlberg.
1. Aus dem Bauch heraus
Kinder haben war für mich nie ein Wunsch. Nicht, weil ich eine Behinderung habe, seit ich erwachsen bin.
Ich konnte mir schon als Jugendliche nicht vorstellen, Mutter zu sein. Daran hat sich bis heute nichts geändert – und ich bin froh darüber.
Ich brauche im Alltag rund um die Uhr Hilfe.
Mein Partner investiert viel Zeit, damit unser gemeinsames Leben funktioniert. Für ein Kind würde die Kraft und Zeit nicht reichen.
Es wäre also sehr belastend, wenn Kinder haben mein größter Wunsch wäre.
Wichtig ist mir aber: Das ist meine eigene Entscheidung. Niemand hat mich dazu überredet, keine Kinder zu bekommen. Das wäre sehr verletzend. Denn keiner darf Menschen mit Behinderungen das Gefühl geben, keine Kinder bekommen zu sollen.
2. Aus der welt
Schwangere Personen können untersuchen, ob ihr Baby vielleicht Behinderungen hat.
Diese Untersuchungen heißen Prä-Natal-Diagnostik. Man kann zum Beispiel untersuchen, ob das Baby wahrscheinlich das Down-Syndrom hat.
Mehrere Studien zeigen: Ein großer Teil der Eltern entscheidet sich für einen Schwangerschafts-Abbruch, wenn ihr Baby wahrscheinlich das Down-Syndrom hat. Eine Studie sagt: Wenn Prä-Natal-Diagnostik in einem Land weit verbreitet ist, ist die Zahl der Abbrüche wegen möglicher Behinderungen höher.
Unsere Autorin Sandra ist Mama und lebt mit Behinderungen. Im neuen Magazin erzählt Sandra, warum sie diese Untersuchungen schwierig findet und wie sie diese Tests erlebt hat.
Jede Woche eine Geschichte, ein Fakt über Behinderung und ein Einblick in unsere Arbeit.
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