Nicht mehr sicher

Syanne Centeno-Bloom lebt in den USA und hat Angst vor noch mehr Gewalt

Geschrieben von

Syanne Centeno-Bloom
lebt in den USA.
Sie ist eine Frau mit Behinderungen

und mit Einwanderungs-Geschichte.
Das heißt: Ihre Familie ist
aus einem anderen Land
in die USA gekommen.
Das Leben in den USA ist
für Menschen wie
Syanne Centeno-Bloom
gerade besonders gefährlich.

 

Dieser Text spielt in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA).

Syanne Centeno-Bloom ist 35 Jahre alt.

Sie lebt in der Nähe von Washington D.C. in dem Land USA.
Sie sagt:

In den USA hat sich vieles verändert.

Sie hat deswegen große Angst.

Syanne Centeno-Bloom ist
eine Frau mit Behinderungen.

Und eine Frau mit Einwanderungs-Geschichte.

Was hat sich verändert?

Seit Jänner 2025 ist Donald Trump
zum 2. Mal der Präsident der USA.
Er findet: In den USA leben zu viele Menschen,

die aus einem anderen Land kommen.
Er will, dass viele von ihnen die USA
wieder verlassen müssen.
Donald Trump hat deswegen sehr viel Geld
an eine Behörde gegeben.
Die Behörde heißt: ICE.
Das spricht man so aus: Eis.
Mit dem Geld sollen Mitarbeiter*innen
von der Behörde ICE möglichst

viele Menschen festnehmen und abschieben.
Abschieben heißt:
Menschen zwingen, das Land zu verlassen.
Das machen die Mitarbeiter*innen mit viel Gewalt.

Donald Trump sagt:

Menschen sollen festgenommen und abgeschoben werden,

wenn sie Verbrechen begangen haben.

Die Behörde ICE nimmt aber auch
viele Menschen fest,
obwohl sie keine Verbrechen begangen haben.

Jeden Tag werden ungefähr
tausend Menschen abgeschoben.
Und Mitarbeiter*innen von ICE haben schon
8 Menschen getötet,
seit Donald Trump zum 2. Mal Präsident ist.

Deswegen protestieren viele Menschen gegen ICE.

Wenn Mitarbeiter*innen von ICE Menschen festnehmen,
bringen sie die Menschen oft
in spezielle Gefängnisse.
Mindestens 55 Menschen sind in diesen Gefängnissen gestorben.

Ein Bericht von einer Organisation hat gezeigt:

Dort werden kranke Menschen
nicht gut genug versorgt.

Aus Angst zuhause bleiben

Syanne Centeno-Bloom hat Angst, dass auch sie festgenommen wird.

Sie hat keine Verbrechen begangen.

Und sie hat die US-amerikanische Staats-Bürgerschaft.

Das heißt:
Sie ist US-Amerikanerin und darf
in den USA leben.
Aber sie hat eine Einwanderungs-Geschichte.

Und die Mitarbeiter*innen von ICE nehmen oft Menschen fest,

wenn sie denken:
Diese Person hat wahrscheinlich eine Einwanderungs-Geschichte.

Deswegen verlässt Syanne Centeno-Bloom kaum das Haus.

Aber auch zuhause fühlt sie sich nicht sicher.

Denn noch etwas anderes hat sich
in den USA verändert,
seit Donald Trump Präsident ist:

Es gibt weniger Unterstützung
für Menschen mit Behinderungen.
Syanne Centeno-Bloom lebt mit einer Auto-Immun-Erkrankung.
Bei einer Auto-Immun-Erkrankung
bekämpft das Immun-System den eigenen Körper.

Deswegen nutzt Syanne Centeno-Bloom
einen Rollstuhl.
Fach-Leute sagen:
Die Regierung von den USA bedroht
das Leben von Menschen mit Behinderungen.

Weniger Hilfe und weniger Rechte

Die Regierung will zum Beispiel
bei der staatlichen Kranken-Versicherung
für Menschen mit wenig Geld sparen.
Das betrifft oft auch Menschen mit Behinderungen.

Staatliche Kranken-Versicherung heißt:
Der Staat bezahlt für manche Behandlungen
bei Ärzt*innen.

Dann können sich viele Menschen
weniger Behandlungen von Ärzt*innen leisten.

Auch Syanne Centeno-Bloom
kann sich dann wahrscheinlich
weniger Behandlungen von Ärzt*innen leisten.

Aber sie braucht manche Behandlungen
auch wegen ihrer Behinderung.

Die Regierung will auch bei der Unterstützung

im Alltag für Menschen mit Behinderungen Geld sparen.
Es gibt dann vielleicht weniger

persönliche Assistenz.
Syanne Centeno-Bloom braucht Unterstützung im Alltag.
Wenn es weniger Geld gibt,
muss ihr Ehemann sie vielleicht
mehr unterstützen.

Syanne Centeno-Bloom sagt:
Das Leben in den USA hat sich verändert.

Sie fühlt sich nicht mehr sicher.
Sie hat Angst,
dass es noch schlimmer wird.
Und Syanne Centeno-Bloom ist
mit ihren Gefühlen nicht allein.
Sie tauscht sich im Internet
mit anderen Menschen aus.
Und sie kritisiert die Entscheidungen
von der Regierung.
Das gibt ihr Hoffnung. 

Geschrieben Von

Sandra Schmidhofer

In leichter Sprache von

Kristina Kobl

Fotografiert von

Jason Andrew

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