Behinderung ist keine Strafe

  1. Aus dem Bauch heraus: Behinderung ist keine Strafe
  2. Aus der Welt: Sonnenblumen-Schlüsselbänder
Johannes hat ein weißen T-Shirt und eine schwarze Kappe an. Er hat seine Arme verschränkt und trägt kurze, blonde Haare.

Heute mit

Diese Woche schreibt Dir Johannes Scheucher, Praktikant bei andererseits. Er macht mit Leidenschaft Video-Reportagen.

1. Aus dem Bauch heraus

Behinderung ist keine Strafe

JOHANNES DENKT ÜBER BEHINDERUNG UND RELIGION NACH

Wenn ich mit anderen Menschen spreche, habe ich oft das Gefühl: Manche denken, Behinderung ist eine Strafe. Zum Beispiel, weil man in einem früheren Leben etwas falsch gemacht hat. Das finde ich sehr abwertend.

Ich glaube, dieses Denken kommt auch aus manchen Religionen. Obwohl ich nicht religiös bin, beschäftige ich mich viel mit Religionen. Und manches daran finde ich nicht gut.

In der Bibel werden einige Menschen mit Behinderungen gezeigt. Zum Beispiel blinde oder gelähmte Menschen. Sie kommen oft nur vor, damit Jesus sie heilen kann. Behinderung wird dadurch als etwas dargestellt, das weg muss.

Ich wünsche mir, dass Menschen diese Bilder in ihren Köpfen überdenken.

Hast Du Dir zu diesem Thema auch schon Gedanken gemacht? Schreib und Deine Gedanken an [email protected] 

2. Aus der welt

Sonnenblumen-Schlüsselbänder

EIN SYMBOL FÜR NICHT-SICHTBARE BEHINDERUNGEN

Diese Woche geht es um Deutschland und Österreich.

Immer mehr Menschen kennen das grüne Schlüsselband mit den Sonnenblumen drauf. Es ist ein Zeichen für unsichtbare Behinderungen. Wer es trägt, zeigt damit: Ich brauche vielleicht etwas mehr Zeit, Verständnis oder Unterstützung. Zum Beispiel in Verkehrsmitteln, am Flughafen oder in Geschäften. Ein Nachweis ist dafür nicht nötig.

Am Flughafen in Wien werden diese Schlüsselbänder zum Beispiel kostenlos an Menschen mit nicht-sichtbaren Behinderungen ausgegeben. Die Sonnenblume soll Inklusion, Akzeptanz und Geduld im Alltag stärken.

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