Heute mit
1. Aus dem Bauch heraus
Mein Alltag kann sehr unberechenbar sein. Ich lebe mit einer angeborenen Haut-Erkrankung, die dafür sorgt, dass ich mich leicht verletze – auch schon durch Alltags-Tätigkeiten. Ich habe fast immer Schmerzen. Das bedeutet: Ich brauche Flexibilität – privat und bei der Arbeit.
Früher wollte ich meine Behinderung in meinem beruflichen Umfeld nicht zum „Problem” machen. Ich wollte mir dadurch keine Nachteile verschaffen. Oft hatte ich dann aber das Gefühl, doppelt so viel leisten zu müssen, wie andere. Heute denke ich: Genau da fängt das Problem an.
Seit ich bei andererseits arbeite darf meine Erkrankung Teil meines Arbeits-Alltags sein. Sie ist kein „Nachteil“, den ich an der Türe ablegen muss. Und ich finde, so sollte es eigentlich überall und für alle sein!
2. Aus der welt
Diese Woche geht es um das Land Deutschland.
Das deutsche Institut für Menschen-Rechte hat vor kurzem einen Bericht veröffentlicht. Der Bericht zeigt: Die deutsche Partei Alternative für Deutschland (AfD) wertet Menschen mit Behinderungen mit System ab. Zum Beispiel sagte der Politiker Björn Höcke: „Gesunde Gesellschaften haben gesunde Schulen“.
Er bezeichnete Kinder mit Behinderungen als „Belastungs-Faktoren“, die man „vom Bildungs-System wegnehmen müsse“.
Auch die Nazis bezeichneten Menschen mit Behinderungen als „Belast-Existenzen”. Die Nazis haben etwa 300 Tausend Menschen mit Behinderungen ermordet und etwa 400 Tausend Menschen mit Behinderungen zwangs-sterilisiert.
Jede Woche eine Geschichte, ein Fakt über Behinderung und ein Einblick in unsere Arbeit.
Du kannst dich jederzeit wieder abmelden - einen Link dazu findest du in der Fußzeile von jedem Newsletter. Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu.
Bitte bestätige die Anmeldung zu Emails von andererseits mit dem Link in deinem Postfach.