Heute mit
Sandra Schmidhofer ist Redakteurin bei andererseits. Manchmal trinkt sie zu viel Kaffee.
1. Aus dem Bauch heraus
Es gab eine Zeit, in der ich dachte: Ich kann nicht als Journalistin arbeiten. Es ist zu schwierig. Es gibt zu wenig Verständnis dafür, was ich als Journalistin mit Seh-Behinderung brauche. Damals hatte andererseits zu wenig Geld für eine feste Anstellung. Und in anderen Medien-Häusern gab es zu wenig Rücksicht und zu wenig Unterstützung.
Also habe ich aufgehört, als Journalistin zu arbeiten. Ich habe fast aufgegeben.
Ich erinnere mich noch gut an diesen Tag. Ich war sehr traurig. Zwei Jahre später konnte ich bei andererseits fest angestellt werden. Das hat alles verändert.
Heute denke ich nicht mehr, dass ich keine Journalistin sein kann. Ich bin Journalistin.
Bei andererseits kann ich Journalismus machen, der für alle Menschen zugänglich ist. Das gibt es viel zu selten. Deshalb will ich Journalistin bleiben.
2. Aus der welt
Am 28. Mai ist der Internationale Tag der Leichten Sprache. Eine Studie der OECD zeigt: In Deutschland können 22 Prozent der Erwachsenen schwere Texte nicht verstehen. Das ist fast jede*r Vierte. Sie sind auf einfach verständliche Infos angewiesen.
Leichte Sprache ist wichtig für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten. Sie hilft auch Menschen mit einer anderen Mutter-Sprache als Deutsch und älteren Menschen. andererseits schreibt Texte in Leichter und Einfacher Sprache. Das macht unseren Journalismus für viele Menschen zugänglich.
Jede Woche eine Geschichte, ein Fakt über Behinderung und ein Einblick in unsere Arbeit.
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