BISSCHEN BESSER

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In jeder Ausgabe erzählen Abonnent*innen hier, was Du für mehr Inklusion und Barriere-Freiheit tun kannst. 

  1. Probier das: Mit Reizen umgehen
  2. Lies das: Ausbeutung statt Inklusion
  3. Sag das: Beeinträchtigung

Probier das

Mit Reizen umgehen

Marina ist Autistin und Arbeitet im Kinder-garten.

Was rät sie anderen Autist*innen?

Das ist Marina. 

Marina ist 27 Jahre alt. Sie arbeitet als Individual-Begleitung im Kinder-Garten. Sie lebt in Passau in Deutschland. Hier kommen Marinas Tipps für eine inklusivere Arbeits-Welt als Autistin. 

Eine junge Frau schaut mit freundlichen blick nach rechts. Sie hat kurze braune Haare und trägt eine schwarze Brille.

1. Mit Reizen umgehen

In meiner Arbeit im Kinder-Garten ist es laut. Ich trage immer Ohr-Stöpsel. Ich trage auch oft eine Sonnen-Brille. Meine Kolleg*innen sind da sehr toll und die Kinder auch. Keiner wundert sich, dass ich sowas trage. Ich nehme auch gerne etwas in die Hand, das mich beruhigt – das ist für jeden anders. Oft ist es etwas Kleines, das man einstecken kann. Dann hat man es immer dabei. Wichtig ist, sich Vieles zu überlegen.

2. Kommunikations-Unterstützung

 

Ich arbeite mit einem Kind, das Autismus hat. Ich unterstütze es im Kinder-Garten. Ich habe sehr viel Freude und gehe gerne in die Arbeit, auch wenn ich danach fertig bin. Meine Arbeit-Geber haben sich etwas Cooles für mich ausgedacht: Ein Ampel- System. Das ist ein großes Bild mit vier Farben. Ich kann damit zeigen, wie sehr ich eine Pause brauche. Das hilft mir zu sagen, wie es mir geht. 

3. Verschieden bleiben


Mein Wunsch ist, dass Menschen verstehen, dass alle unterschiedlich sind und unterschiedlich bleiben dürfen. Das macht Menschen nicht schlechter oder weniger wert. Wie man die Welt erlebt, beeinflusst, wie man was lernt. Und was einem besser oder schlechter liegt. Wenn man etwas nicht verstehen kann, wünsche ich mir, dass es akzeptiert wird.

Lies das

Ausbeutung statt Inklusion

Wie Werkstätten echte Inklusion bremsen

Das Wirtschafts-Magazin Surplus hat uns gefragt, ob wir unsere Recherchen zu Werkstätten für sie zusammen-fassen können. Wir haben ja gesagt. Denn uns ist es wichtig, dass unsere Recherchen möglichst viele Menschen erreichen. 

Monatelang haben wir gemeinsam mit der Süddeutschen Zeitung und FragdenStaat zu Werkstätten für Menschen mit Behinderungen recherchiert. Dabei ist eine Reihe an Artikeln entstanden.

Diese Zusammen-Fassung der wichtigsten Punkte kannst Du jetzt lesen!

Eine Gruppe von Menschen steht in einer Reihe und bewegt sich auf einen Marktstand mit verschiedenen Produkten zu. Über den Köpfen einiger Personen sind Markennamen wie "dm," "Puky," "fritz-kola," "Audi," und "BMW" zu sehen. Die Produkte auf dem Stand sind vielfältig und symbolisch, darunter Werkzeuge, bunte Snacks, Autoteile und andere Gegenstände. Links im Bild zeigt ein Wegweiser mit der Aufschrift „Werkstatt für Menschen mit Behinderungen“ den Weg zum Stand. Das Bild wirkt künstlerisch und nutzt eine Kombination aus Schwarz-Weiß- und Farbakzenten.

Sag das

Beeinträchtigung

WARUM MANCHE MENSCHEN DAS WORT „BEEINTRÄCHTIGUNG“ MÖGEN UND WAS ES HEISST

Manche Menschen sagen: Ich habe eine Beeinträchtigung. Manche Menschen mögen das Wort lieber als das Wort „Behinderung“. Beeinträchtigung heißt: Körper sind unterschiedlich. Manche Körper können manche Dinge nicht. Behinderung heißt: Menschen, die Beeinträchtigungen haben, haben auch Nachteile in der Gesellschaft. Mehr dazu kannst Du hier lesen. 

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