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Das ist Marlon.
Er ist 29 Jahre alt und hat ein Abo bei andererseits.
Er studiert Psychologie in Berlin und setzt sich für Studierende mit Behinderungen ein: Was hilft Menschen mit Behinderungen in der Uni?
Marlon würde sich gerne zu Schule, Studieren und Behinderung austauschen: marlon-leonard@
1. Kennt eure Rechte!
Viele Menschen mit Behinderungen wissen nicht, welche Möglichkeiten es eigentlich gibt, Hilfe zu bekommen. Oft gibt es viele Regeln, aber man weiß gar nicht, wie man die Hilfe bekommt. An der Uni gibt es zum Beispiel den Nachteils-Ausgleich. Der bedeutet: Man hat besondere Möglichkeiten, eine Leistung zu erbringen, wenn man eingeschränkt ist. Zum Beispiel mehr Zeit oder die Möglichkeit, eine Prüfung auf dem Computer zu schreiben. Für mich ist es zum Beispiel ganz wichtig, dass ich online bei Kursen mitmachen kann.
2. Steht hinter mir!
Chronische Erkrankungen und Behinderungen sind wie ein Vollzeit-Job, den ich neben dem Studium habe. Ich wünsche mir, dass nicht-behinderte Menschen über Behinderungen aufklären. Wenn ihr seht, dass jemand ungerecht behandelt wird, sagt etwas!
Ich habe da viel Schönes erlebt. Zum Beispiel: Bei einer Campus-Tour wollte mich eine Zug-Führerin nicht im Rollstuhl mitnehmen. Dann haben mich meine Mit-Studierenden in den Zug gehoben. Das hat der Zug-Begleiterin nicht gefallen. Für mich war das ganz, ganz viel wert.
3. Tragt eine Maske, wenn ihr krank seid!
Es ist ein Riesen-Problem für chronisch kranke Menschen, wenn erkältete Menschen in öffentlichen Räumen sind. Sie werden immer wieder krank. Ihr macht Räume zugänglicher, wenn ihr Masken tragt. Das gilt nicht nur für die Uni, sondern auch für öffentliche Verkehrsmittel und alle Orte, an denen viele Menschen sind. Ich trage seit ich zwölf bin Maske. Für mich war das immer schon normal.
Sag das
Manche Menschen sagen: Ich bin nicht behindert, ich werde behindert. Sie meinen damit: Es gibt Barrieren für sie. Zum Beispiel, dass die meisten Seiten im Internet in schwieriger Sprache sind. Oder dass viele Türen schwer zum Aufmachen sind, zum Beispiel wenn man einen Rollstuhl verwendet. Wichtig ist: Nicht die Menschen sind das Problem, sondern die Barrieren. Um das zu zeigen, wurde auch andererseits gegründet.
Jede Woche eine Geschichte, ein Fakt über Behinderung und ein Einblick in unsere Arbeit.
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