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Unabhängiger Journalismus
Wir bestimmen, wie wir berichten. Nur die Redaktion von
andererseits entscheidet darüber, über welche Themen wir berichten.
Wir haben viel unabhängigen Qualitäts-Journalismus gemacht. Wir haben viel Journalismus auf Social Media gemacht. Auf Instagram sind uns Ende des Jahres über 30.000 Menschen gefolgt. Das sind fast 3 mal so viele wie Anfang des Jahres.
Außerdem haben wir jede Woche unseren kostenlosen Newsletter „Freitagmorgen mit andererseits“ ausgeschickt. Anfang des Jahres hatten wir rund 2.000 Newsletter Leser*innen. Ende 2024 waren es 11.000. Für unsere Abonnent*innen haben wir den Newsletter „Herausgefunden mit andererseits“ ausgeschickt.
Im Jahr 2024 haben wir das erste Mal unser gedrucktes Magazin in einfacher und leichter Sprache gemacht. Wir haben 4 Ausgaben gedruckt. Das gedruckte Magazin haben alle Abonnent*innen bekommen. Und wir haben es an viele tausend Menschen geschickt, die besonders wenig Zugang zu Qualitäts-Journalismus haben.
andererseits und das ZDF Magazin Royale haben 2024 herausgefunden, wie Deutschland bei der Inklusion versagt. Für diese Recherche haben wir viele Monate zusammen gearbeitet. Wir haben 11 Texte geschrieben, das ZDF Magazin Royale hat dazu eine Fernseh-Sendung gemacht.
Wir haben mehrere Preise für unsere Arbeit bekommen:
Inklusion
Bei andererseits sollen alle mitmachen können, unabhängig von Behinderungen, Herkunft, Alter und Geschlecht. Wir versuchen Wege zu finden, wie andererseits zu möglichst allen passt.
Rund die Hälfte der Menschen, die mitarbeiten, lebt mit Behinderungen. Wir haben viele Honorare an Menschen mit Behinderungen gezahlt. Wir haben die Regel: In jedem journalistischen Projekt von andererseits müssen Menschen mit Behinderungen mitarbeiten.
Inklusion bedeutet für uns auch, dass unsere Angebote möglichst barriere-frei sind. Wir entwickeln unsere Formate deshalb gemeinsam mit unserer Community weiter. Für das gedruckte Magazin haben wir über 30 Nutzer*innen-Tests gemacht. Und wir haben unsere Newsletter und unsere Webseite verbessert. Unsere Angebote sind in einfacher und leichter Sprache. Bei Social Media achten wir auf das 2-Sinne-Prinzip. Unser Magazin gibt es auch als Digital-Version. Und unsere Webseite kann von einem Screenreader gelesen werden. Das ist ein Programm, das Menschen mit Seh-Behinderungen verwenden.
Außerdem haben wir ein eigenes Computer-Programm entwickelt: Den Wahl-Checker. Wir finden: Demokratie funktioniert nur, wenn alle mitreden können. Deswegen haben wir den barriere-freien Wahl-Checker gemacht. Er hilft Menschen zu verstehen, was die Parteien sagen.
Wir haben einen Wahl-Checker zur EU-Wahl 2024 in Österreich gemacht. Und wir haben einen Wahl-Checker zur Nationalrats-Wahl 2024 in Österreich gemacht. Über 63.000 Menschen haben den Wahl-Checker 2024 verwendet.
Faire Arbeit
Bei uns arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen gleichberechtigt
und fair bezahlt zusammen.
Im Oktober 2024 konnten wir 2 Redakteur*innen mit Lern-Schwierigkeiten geringfügig anstellen. Insgesamt hatten Ende 2024 5 Menschen einen Job bei andererseits.
Damit diese Jobs sicher sind, brauchen wir Abos. Denn auch 2024 haben wir mehr ausgegeben, als wir eingenommen haben. Aber wir haben immer mehr Menschen gefunden, die uns mit einem Abo unterstützen.
Wir haben das Jahr mit 1.400 Unterstützer*innen begonnen. Ende Dezember waren es rund 2.500 Menschen!
Damit wir stabile Jobs für Menschen mit und ohne Behinderungen bieten können, von denen man auch leben kann, müssen wir aber noch weiter wachsen.
Ende 2024 sind wir diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Aus 136 Bewerbungen wurden wir in der ersten Runde des Media Forward Fund ausgewählt und haben eine Wachstums-Förderung bekommen. Der Media Forward Fund gibt Geld von Stiftungen für unabhängigen und gemeinwohl-orientierten Journalismus aus.
Das Geld vom Media Forward Fund gibt es für 2 Jahre. Das bedeutet: Danach müssen wir alle Gehälter und alle Ausgaben, die uns ab 2025 der Fund finanziert, selbst bezahlen können.
Für uns heißt das: Wir brauchen 7.000 Abonnent*innen bis Ende 2026. Dann können wir alles, was wir tun, ohne große Förderungen finanzieren.
Im Jahr 2024 haben wir insgesamt 358.343.74€ aus dem operativen Geschäft eingenommen. Der größte Teil davon (172.699,35€) stammt aus Abos.
Förderungen, Preisgelder und Spenden waren weitere große Einnahme-Quellen. Sie haben insgesamt 102.129,00€ ausgemacht. Diese Summe setzt sich zusammen aus:
Weitere Einnahmen stammen aus Werbung, Kooperationen und sonstigen Erträgen. Sie haben insgesamt 83.515,39€ ausgemacht. Diese Summe setzt sich zusammen aus:
Insgesamt haben wir 391.497,40€ ausgegeben. Der Großteil unserer Ausgaben ist für die Arbeit, die bei andererseits passiert:
Löhne, Gehälter und Sozial-Abgaben (176.064,13€) machen den größten Kosten-Punkt aus.
Auch der Großteil der bezogenen Leistungen (100.754,68€) besteht aus Honoraren für journalistische Arbeit oder Honoraren für Produktion, Grafik und Qualitäts-Sicherung.
Der Material-Aufwand (47.367,36€) besteht vor allem aus Druck-Kosten.
Die sonstigen Kosten betragen insgesamt 67.311,23€.
Dazu zählen Versand und Porto (15.563,38€), Infrastruktur (z.B. Software & Telefon, Büro, Steuer-Beratung, insgesamt 32.879,02€) und sonstigen Kosten (z.B. Reise-Kosten, Werbe-Ausgaben, Bank-Spesen, freiwilliger Sozial-Aufwand, Abschreibungen, insgesamt 18.868,83€).
Durch Zins-Erträge vom Bank-Guthaben haben wir 2,99€ eingenommen.
Insgesamt haben wir 2024 einen Verlust von 33.132,67€ gemacht.
Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
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