Ein Tag hat 24 Stunden.
Das ist für alle Menschen gleich.
Aber Zeit fühlt sich nicht für alle Menschen gleich an.
Jeder Mensch muss überlegen:
Wie viel Zeit brauche ich für welche Aufgabe?
Manchmal können Menschen das aber nicht selbst entscheiden.
Zum Beispiel in der Schule.
Dort entscheidet der Stunden-Plan,
wie viel Zeit man für jedes Fach hat.
In der Arbeit entscheiden oft Chef*innen,
wie viel Zeit man für eine Aufgabe hat.
Dabei wird oft nicht
an Menschen mit Behinderungen gedacht.
Denn Menschen mit Behinderungen brauchen oft mehr Zeit.
Manche brauchen mehr Zeit beim Anziehen.
Manche brauchen mehr Zeit für den Weg zur Arbeit.
Zum Beispiel, weil sie Aufzüge suchen müssen.
Oder weil sie Schilder nicht gut lesen können.
Manche brauchen mehr Pausen oder mehr Schlaf.
Dazu sagt man: Crip Time.
Das spricht man so aus: Kripp Teim.
Das Wort ist englisch.
Es kommt aus der Forschung
über Inklusion und Behinderungen.
Die Idee von Crip Time ist:
Jeder Mensch darf unterschiedlich viel Zeit brauchen.
Erklärt Von
Sandra Schmidhofer