Was ist ME/CFS?

Wir erklären, was das Wort bedeutet.
Die Illustration zeigt eine Lupe, in der Mitte sind zwei Sterne. Der Hintergrund ist pastell-lila.

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ME/CFS ist eine schwere chronische Krankheit.
Chronisch heißt:
Menschen haben eine Krankheit oft ihr ganzes Leben.
ME ist die Abkürzung für: Myalgische Enzephalomyelitis.
Das Wort kommt aus dem Griechischen und heißt:
Muskel-Schmerzen und Entzündung
von Gehirn und Rückenmark.
CFS ist die Abkürzung für: Chronisches Fatigue-Syndrom.
Fatigue ist französisch und heißt: Erschöpfung.

ME/CFS schwächt den ganzen Körper.
Mehr als jeder zweite Mensch mit ME/CFS
kann laut Schätzungen nicht mehr arbeiten.
Jeder Vierte kann das Haus nicht mehr verlassen.
Manche können ihr Bett nicht verlassen.
Viele Menschen mit ME/CFS ertragen
keine Geräusche oder kein Licht.
Kleine Anstrengungen führen oft zu starken Beschwerden.
Zum Beispiel:
Zähne putzen kann Kopf-Schmerzen verstärken.
Ein Gespräch mit einer Freundin kann Herz-Rasen auslösen.
Betroffene können dann oft gar nichts mehr machen.

In Deutschland leben laut Schätzungen
650 Tausend Menschen mit ME/CFS.
In Österreich sind es ungefähr 70 Tausend Menschen.

Viele Menschen bekommen ME/CFS
nach einer Virus-Erkrankung.
Seit der Corona-Pandemie ist die Krankheit bekannter geworden
und es gibt mehr Menschen mit ME/CFS.
Aber ME/CFS ist schon seit fast 60 Jahren
als Krankheit anerkannt.

Betroffene sagen:
Es wurde lange Zeit nicht genug dazu geforscht.
Ärzt*innen haben lange gedacht:
ME/CFS ist eine psychische Krankheit.
Bei psychischen Krankheiten

geht es um die Gedanken und Gefühle.
ME/CFS ist aber keine psychische Krankheit.

Es ist noch nicht klar, wie die Krankheit genau entsteht.
Deswegen kann man ME/CFS auch noch nicht heilen.
Manche Menschen nehmen Medikamente,
die einzelne Beschwerden lindern können.
Manche Menschen machen viele Ruhe-Pausen.
Aber es gibt noch nichts,
was allen Menschen mit ME/CFS hilft.
Forscher*innen von der Uni Wien untersuchen gerade
zusammen mit Forscher*innen aus vielen Ländern,
woher die Krankheit kommt
und was den Menschen helfen kann.

Geschrieben Von

Kristina Kobl