BISSCHEN BESSER

Du liest „bisschen besser“ – den andererseitsNewsletter für Abonnent*innen! 

In jeder Ausgabe erzählen Abonnent*innen hier, was Du für mehr Inklusion und Barriere-Freiheit tun kannst. 

  1. Probier das: Wir sind keine Kinder!
  2. Sag das: Aufklärung
  3. Lies das: Das System Kranken-Kasse ist strukturell kaputt

Probier das

Wir sind keine Kinder!

MICHAEL HAT BEHINDERUNGEN UND WÜNSCHT SICH, DASS SICH ALLE MEHR INFORMIEREN UND MITEINANDER AUF AUGENHÖHE REDEN 

Das ist Michael. 

Michael ist 48 Jahre alt und lebt in Wien. Er hat mehrere Behinderungen und arbeitet als Lern-Assistent für andere Menschen mit Behinderungen.

1. Menschen mit Behinderungen sind keine Kinder

 

Es gibt Leute, die behandeln Menschen mit Behinderungen wie kleine Kinder. Das geht nicht. Redet miteinander, auf Augenhöhe und mit Respekt. Und ich finde, man sollte Menschen mit Behinderungen nicht ausschließen. Deshalb sehe ich auch Werkstätten ein bisschen kritisch. Weil Menschen dort auch nur ein Taschen-Geld für ihre Arbeit bekommen. Das finde ich nicht gut. Das wirkt auch so, als würde man einem Kind „ein bisserl Geld geben“. Da fühlt man sich nicht ernst genommen. Dabei machen die Menschen in Werkstätten super Arbeit!

2. Ruhig bleiben!

 

Ich kenne so viele Menschen, die laut werden. Schrei-Hälse. Ich finde das nicht gut. Denn ich habe gemerkt: Wenn ich leise rede, dann reden die anderen auch wieder leise. Ich bin jemand, der Ruhe reinbringt. Auch wenn mir jemand auf die Nerven geht, bleibe ich ruhig.

3. Offen sein und sich kennenlernen

 

Ich arbeite mit vielen unterschiedlichen Menschen mit vielen unterschiedlichen Behinderungen. Dadurch habe ich gelernt, selbstbewusster auf Menschen zuzugehen. Auch wenn ich sie noch nicht kenne. Auch auf Menschen aus anderen Nationen. Ich habe das Gefühl, ich habe deshalb eine gute Menschen-Kenntnis entwickelt. Ich glaube: Wenn wir alle offen sind, dann können wir besser miteinander leben.

Sag das

Aufklärung

WARUM DAS FÜR MICHAEL DAS WICHTIGSTE WORT IST

Wissen hilft gegen Angst und Vorurteile. Am besten lernen wir voneinander, also wenn alle Menschen zusammenleben: Menschen mit und ohne Behinderungen. Das ist Inklusion. 

Ich wünsche mir, dass sich mehr Menschen informieren. Zum Beispiel hier beim Magazin andererseits. Dann verstehen wir uns alle besser.

Lies das

„Das System Kranken-Kasse ist strukturell kaputt“

TEXT IN EINFACHER SPRACHE

Als Abonnent*in von andererseits hast Du den Text über Lea Müller und ihren Kampf mit der Kranken-Kasse schon in Leichter Sprache im Magazin gelesen. 
Online findest Du eine längere Version der Recherche.

Außerdem liest Du die Erfahrungen von Anna, einer ehemaligen Kranken-Kassen-Mitarbeiterin. Sie berichtet von Spar-Druck, komplizierter Sprache und strukturelle Ungerechtigkeiten im System der Kranken-Kassen.

Mehr Texte von andererseits liest du mit Deinem Abo auf unserer Seite: andererseits.org/lesen

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