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Sitzen. Nicken. Nichts verstehen.

28. August 2026

Guten Morgen,
diese Woche schreibt Dir Johannes Scheucher, freier Journalist bei andererseits. Im Moment isst er sehr gerne Fleisch-Tomaten, weil sie so saftig sind.

Aus dem Bauch:
Sitzen. Nicken. Nichts verstehen.
Aus der Welt:
Neue Geld-Scheine
Aus dem Inneren:
Social Media mit Wirkung


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Aus dem Bauch

Sitzen. Nicken. Nichts verstehen.

WARUM SICH JOHANNES IN MANCHEN GESPRÄCHEN LANGWEILT.


In der Schule und an der Uni musste ich oft lange zuhören. Für mich mit Hör-Behinderung ist es anstrengend, wenn Menschen zu leise sprechen oder nicht ins Mikrofon reden.

Manchmal bitte ich mehrmals darum, dass Personen lauter sprechen. Wenn sich trotzdem nichts ändert, kann ich irgendwann nicht mehr folgen. Dann verliere ich die Lust am Zuhören und mir wird langweilig.

Langweilig, weil oft trotzdem erwartet wird, dass ich sitzen bleibe. Und dass ich so tue, als würde ich zuhören. In der Schule konnte man sonst schnell als unaufmerksam gelten und eine schlechte Note bekommen.

Ich möchte ernst genommen werden, wenn ich sage, dass ich nichts verstehe. Ich brauche eine Kommunikation, bei der ich mitmachen kann.

Wann wird Dir langweilig? Schreib' uns an community@andererseits.org

Aus der Welt

Neue Geld-Scheine

ROLLSTUHL-NUTZER*IN VIELLEICHT BALD AUF NEUEM 50-EURO-SCHEIN?


Diese Woche geht es um die Europäische Union.

Die Europäische Zentral-Bank hat neue Euro-Geld-Scheine vorgestellt. Man kann in einer Umfrage mit-entscheiden, wie die Scheine in Zukunft aussehen sollen.

Viele Scheine haben die Zahlen nun in Braille-Schrift aufgedruckt. Dadurch können blinde und sehbehinderte Menschen die Scheine besser unterscheiden. Bisher war das nur über die Größe und einen Tast-Streifen möglich.

Besonders spannend ist auch der Vorschlag für einen 50-Euro-Schein aus dem Design-Paket G. Auf der Rückseite sieht man eine Person, die einen Rollstuhl nutzt. Menschen mit Behinderungen würden so mehr Sichtbarkeit bekommen.

Hier kannst Du die Vorschläge für die neuen Scheine ansehen.

Aus dem Inneren

Social Media mit Wirkung

WIR HABEN EINEN PREIS BEKOMMEN.


Vergangene Woche haben wir einen Preis für unsere Arbeit auf Social Media bekommen: den DRK-Medien-Preis 2026 in der Kategorie Social Media. Johannes Scheucher hat den Preis für andererseits entgegen genommen.

Bei der Preis-Verleihung hat die Jury unsere Arbeit besonders gelobt. Sie sagte: Wir machen Barrieren sichtbar, die viele Menschen sonst nicht sehen. Sie sagte außerdem, dass Menschen mit Behinderungen bei uns nicht nur Thema sind. Sie arbeiten selbst als Journalist*innen und gestalten den Journalismus mit.

Die Jury sagte: Unsere Videos und Beiträge auf Social Media haben eine klare Linie und sprechen viele Menschen an. Und dass unsere Arbeit zeigt, dass Barrierefreiheit zu gutem Journalismus gehört.

Wir freuen uns sehr über diesen Preis und sagen Danke für die Anerkennung unserer Arbeit!

Ein junger Mann mit schwarzen Haaren lächelt in die Kamera

Meine freundschaftliche Fern-Beziehung

Eien junge Frau mit langen, braunen Haaren schaut in die Kamera

Ein unerwartetes Kompliment

Leonie Schüler schaut in lachend in die Kamera. Sie trägt einen beigen Blazer und pinken Lippenstift.

Ich will Nähe statt Bewunderung

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